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Unverpackt-Läden wollen die Umwelt schützen

weggeworfene Plastikflasche; filmbetrachterin Quelle: Pixabay Wer Video Poker im Internet spielt, isst dazu gerne mal einen kleinen Snack. Das ist grundsätzlich auch kein Problem, allerdings verursachen Verpackungen wie die von Chips, Salzstangen und Erdnüssen einen riesigen Müllberg, der die Umwelt dramatisch schädigt. Deshalb hat sich in den letzten Jahren eine Bewegung entwickelt, die eine Reduzierung von Verpackungsmüll anstrebt. Idealerweise wollen die Anhänger der Zero-Waste-Philosophie komplett auf Umverpackungen aus Plastik verzichten. Inzwischen gibt es sogar Geschäfte, die ihre Waren unverpackt anbieten.

Dramatische Zahlen

Wer sich mit dem Thema Plastikverpackungen beschäftigt, stößt schnell auf schockierende Statistiken. In jeder Sekunde werden weltweit rund 20.000 Getränkeflaschen aus Plastik verkauft. Das sind über eine Million Flaschen in der Minute und 480 Milliarden pro Jahr. Weniger als die Hälfte davon wird recycelt, was bedeutet, dass etwa 230 Milliarden Plastikflaschen auf Müllhalden landen und sich dort langsam zersetzen. Ähnlich sehen die Werte für Plastiktüten aus. Die Hälfte aller aus Plastik hergestellten Produkte wird lediglich ein einziges Mal benutzt. Nach einmaliger Verwendung werden neben Trinkflaschen und Tüten auch die Deckel von To-go-Kaffeebechern oder Lebensmittelverpackungen weggeworfen. Bis 2050 werden die Müllhalden auf dem Globus mit zwölf Milliarden Tonnen Plastikmüll gefüllt sein. Weitere zehn Millionen Tonnen pro Jahr landen in den Weltmeeren. Rund eine Million Seevögel sterben jährlich, weil sie Plastikteile verschlucken, dazu kommen 100.000 Meeressäugetiere. Es wird geschätzt, dass jede einzelne Wasserschildkröte Plastik in ihrem Körper hat, ebenso 44 Prozent aller Seevögel. Und es gibt noch viel mehr Zahlen, die eigentlich ein radikales Umdenken der Menschheit auslösen sollten. Tatsächlich beteiligen sich immer mehr Menschen an der Zero-Waste-Bewegung. Deren Ziel ist es, keinerlei Müll zu verursachen.

Unnütze Verpackungen

In einem herkömmlichen Supermarkt sind die Waren säuberlich in den Regalen aufgereiht. Die meisten Produkte befinden sich in Verpackungen, die oftmals aus Plastik bestehen. Im Supermarkt ist es durchaus sinnvoll, dass die Waren eingepackt sind, da es sonst schwierig wäre, Zucker, Nudeln oder Milch nach Hause zu transportieren. Bei manchen Produkten ergeben Verpackungen jedoch keinen Sinn. Warum zum Beispiel sind einige Obst- und Gemüsesorten mit dicker Schale zusätzlich in Folie eingeschweißt? Und warum müssen jedes Bonbon und jeder Schokoriegel in einer Verpackung nochmal eingepackt sein? Viele Kunden ärgern sich über diesen verschwenderischen Umgang mit Plastik, der letztlich einen großen Anteil an der Umweltverschmutzung hat.

Vorbereitung ist wichtig

Quelle: Pixabay Wer einen Zero-Waste-Supermarkt besucht, sollte sich darauf vorbereiten. Vor allem muss er sich überlegen, welche Waren er kaufen will, denn weil die Produkte nicht verpackt sind, muss in vielen Fällen ein Gegenstand zum Transportieren mitgebracht werden. Kaffeebohnen, Nüsse und Haferflocken füllen die Kunden etwa in Gläser ab, Essig und Öl kommen in Glasflaschen. In manchen Läden sind solche Produkte, die lose schwer zu transportieren sind, in Pfandgläsern oder -flaschen erhältlich. Diese können beim nächsten Einkauf wieder mitgebracht werden. Obst und Gemüse sind selbstverständlich ohne Umverpackung erhältlich, und für den Transport der Waren werden auch keine Plastiktüten ausgegeben. Stattdessen bringen die Kunden eine Tasche, einen Rucksack oder einen Stoffbeutel mit.

Die Vorreiter in Deutschland

Der erste Zero-Waste-Laden in Deutschland öffnete 2014 seine Pforten. Er heißt „Unverpackt – lose, nachhaltig, gut“ und befindet sich in der Adelheidstraße 28 in Kiel. Ebenfalls 2014 gingen „Original Unverpackt“ in Berlin, „Plastikfreie Zone“ in München und „Freikost Deinet“ in Bonn an den Start. Mittlerweile existieren über 60 Lebensmittelgeschäfte in Deutschland, die ihre Waren ohne Verpackungen anbieten. Dass es nicht viel mehr sind, hat unter anderem mit dem größeren Aufwand zu tun, den der Betrieb eines solchen Geschäfts verursacht. So kann der Inhaber nicht einfach seine Waren beim Großhändler bestellen, der dann jeden Morgen seine LKWs vorbeischickt. Schließlich sollte auch die Anlieferung möglichst umweltfreundlich sein. Darum arbeiten Unverpackt-Läden mit regionalen Produzenten zusammen, die ihre Waren auf kurzen Wegen an das Geschäft liefern. Nötig ist der kurze Transportweg auch deshalb, weil die Lebensmittel so frisch wie möglich angeboten werden sollen. Ohne ihre Umverpackung sinkt die Haltbarkeit mancher Produkte.

Mangelnde Hygiene?

Quelle: Pixabay Ein weiterer wichtiger Aspekt bei Zero-Waste-Läden ist die Hygiene. Viele Waren werden offen präsentiert und von den Kunden in Selbstbedienung entnommen. Daher muss es zum guten Ton gehören, dass sie die Waren nicht mit bloßen Händen anfassen – erst recht nicht, wenn sie nicht wissen, ob sie sie überhaupt kaufen. Stattdessen stehen Kellen oder Löffel zur Verfügung, mit denen die Waren aus den Gefäßen genommen und in mitgebrachte Behälter gefüllt werden können. Um bei Fleischwaren die Hygienebestimmungen einzuhalten, werden diese oft an einer eigenen Theke von Fachpersonal bearbeitet. Generell gelten für Unverpackt-Läden die gleichen gesetzlichen Vorschriften in Sachen Hygiene wie für andere Lebensmittelgeschäfte. Wer also die eventuell mangelhafte Hygiene als Argument verwendet, nicht im Zero-Waste-Laden einzukaufen, muss umdenken, denn diesbezüglich dürfte es keine Vorbehalte geben.

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